Langzeitbelichtung und die schlimmsten Fehler eines Fotografen

Am Wochenende hat mich der Reiz gepackt, an den Rhein zu fahren und die morgendliche Silhouette Kölns zu fotografieren. Als Location hatte ich mir die Poller Wiesen mit Blick auf das Siebengebirge, die Kranhäuser und den Kölner Dom vorgestellt. Jedes Mal nehme ich mir vor einem Shooting vor, an alles zu denken an das es zu denken gilt. Speicherkarte formatieren, Akkus aufladen, Bildausschnitt auf Google Maps erkunden und dann natürlich noch die perfekte Uhrzeit für das Shooting. Ab und zu denke ich natürlich auch darüber nach, ob ich die User Settings meiner Kamera noch korrekt belegt habe (normalerweise steht U1 auf Landscape-Fotografie und U2 auf Portraits). Nur an diesem verdammten Samstag Morgen nicht. Ich habe im Januar die Deutsche Gehörlosen Meisterschaft im Futsal besucht und die Damen und Jugendspieler des Kölner Gehörlosen Sportvereins fotografiert. Mangels Lichtstarker Objektive habe ich meine Usersettings der D7000 so verändert, dass ich zwischen den beiden Hallen die Bilder ohne umständliche Einstellungswechsel einfach mit Hilfe der Usersettings verändert habe.

Was war also passiert? Ich habe in JPEG fotografiert (normalerweise RAW), der Weißabgleich lag bei Kunstlicht und die zweite Backup-Speicherkarte (standardmäßig ist 1. Fach RAW und 2. Fach JPEG) lag noch im Kartenleser. Die ersten Bilder kamen mir schon sehr seltsam vor, alles sehr blau-/lilastichig. Bis ich dann mal darauf gekommen bin, dass der Weißabgleich schief und das Aufnahmeformat verkehrt war, stand die Sonne schon einige hundert Meter weiter höher und die nächsten Bilder waren nicht mehr optimal. Sowas von ärgerlich dieses Missgeschick, weil ich ja sonst nicht so ein Frühaufsteher bin und um 6:00 Uhr meine volle Konzentrationsfähigkeit eher noch zwischen Bettdecke und Spanntuch liegt.

Ich habe versucht zu retten, was zu retten war.

[alert] Notiz an mich selber: Mach dir endlich mal eine Checkliste im Papierformat. [/alert]

Bild: Köln am Morgen

Köln am Morgen