Charakterportraits schießen

In der heutigen Ausgabe meiner Tutorials geht es um sogenannte Charakterportraits. Solche Portraits eignen sich am Besten bei Personen mit einem markanten Ausdruck, also eher männlichen Personen. Aber auch bestimmte Themenshootings können damit umgesetzt werden, beispielsweise für eine Aidshilfeorganisation. Dann könnt ihr natürlich auch mit Frauen mit ernsten Mimiken nehmen.

Auf Facebook gab es schon die ersten Interessenten, wie man eine solche Bildbearbeitung zustande bringt und darum geht es in diesem Beitrag.

Ausgangsbasis waren zwei Aufsteckblitze und zwei Reflektoren, ein Stück Alufolie sowie ein 35mm Festbrennweitenobjektiv. Mangels Platz in der Wohnung musste ich also etwas improvisieren.

Aufsteckblitz durch Alufoliensnoot von links (kameraseitig) und Rundreflektor in der rechten Hand gehalten. Da ich nur über einfache Aufsteckblitze verfüge (ohne TTL), konnte ich nicht unter die berühmten 1/160 Sekunden gehen, HSS und Supersync funktionieren nicht mit den manuellen Blitzen. Da würde mir der Jinbei FL-500er mit seiner langsamen Abbrennzeit entgegen kommen, doch die Leistung war mir mit 400WS doch zu stark. Das ganze ist also ein sogenanntes One-Light Setup, mit dem Reflektor kann ich also das Streulicht von links wieder auffangen und abgemildert reflektieren.

 

Lightroom

Belichtung um 0,5 EV erhöht

Selektive Anpassung der Belichtung auf der rechten Gesichtshälfte

Anpassung der Augenhelligkeit

Photoshop

Detail Enhancer von Shutter Evolve

Dodge & Burn Ebene um Details herauszuarbeiten

 

Unfuckingfassbare Gelegenheit für ein Portraitshooting in der BayArena

Marco fragte mich, ob ich Lust hätte ihn im Schiedsrichteroutfit zu portraitieren. Klar, was liegt da näher als Nein zu sagen, äh JA zu sagen! Ich habe mir zwar einige Gedanken zu Posings und Licht gemacht aber die Location war dann doch noch sehr offen. Marco wollte die BayArena im Hintergrund haben oder zumindest irgendwo auf dem Foto ersichtlich. Schwieriges Unterfangen, denn Bayer-Fans kennen die Umgebung um die BayArena und viele tolle Spots bieten sich da nicht. Marco schickte mir dann im Laufe des Tages ein paar Spots die nicht so schlecht waren, dennoch Zäune und andere unruhige Dinge im Hintergrund. Ich traf also irgendwann ein und wir bauten gemeinsam schon mal das One-Light Setup auf. Bei den ersten Shots aus der Kamera kamen schon von links und rechts schiefe Gesichter („Was die wohl zum Henker machen?!“), und eben Dieter.

Eingefleischte Bayerfans wissen, wer Dieter ist (aus Gründen der Privatsphähre schreibe ich jetzt nicht alle Details auf). Und eben jener Dieter schlug Marco doch vor, einfach IN der Bayarena Fotos zu machen. Hey da sagt man doch nicht zwei Mal „Ja“. Ergo durfte ich gestern Marco in der BayArena fotografieren. Hier die Ergebnisse (auch im Portfolio zu finden):

 

Hochformatbilder auf dem Kamerabildschirm betrachten

Oftmals gibt es Situationen, in der ein Fotograf Bilder im Hochformat macht. Standardmäßig werden die Bilder nach Drücken auf den Wiedergabeknopf im Querformat mit schwarzen Balken links und rechts angezeigt. Nikon und Canon Kameras bieten die Möglichkeit die Bilder ungedreht anzuzeigen (die Kamera muss dann zum Betrachten natürlich ins Hochformat gedreht werden). Hier also der Quicktipp:

Quicktipp

Schaltet die kamerainterne Bilddrehung aus, dann könnt ihr eure Hochformatbilder auch monitorfüllend Betrachten. Für meine Nikon D7000 ist es der Menüpunkt System – Autom. Bildausrichtung – Off

 

 Featured Image von: https://www.flickr.com/photos/jaredpolin/4992315886/in/photostream/

Das vielleicht emotionalste Video von Steffen Böttcher

Er hat es wieder getan, Stilpirat Steffen Böttcher bringt sein nächstes Logbuch nach Vietnam heraus: Ghana! Und was für eine Ankündigung, ich bin atemlos begeistert von seinem Video, von seinen Erzählungen, von seinen Begleitern Valentin Schüle und dem Komponisten des Video-Scores (schreibt man das so?) Andrew Reich. Das Buch steht dick auf meiner Wunschliste, von Vietnam war ich bereits schwer begeistert. Steffen Böttcher ist, wenn man so will, meine Inspirationsquelle. Wie er Bilder sieht und wie er Momente transportiert, ich glaube diese Bildsprache sucht seinesgleichen.

Notiz an mich selbst: Schreib endlich mal deine Reviews, die du immer ankündigst oder kündige gar nichts an.