Die Kamera, die man nicht einstellen kann

Heutzutage ist es Normalität mit dem Handy zu fotografieren. Kein Wunder bei den Megapixelzahlen, mit denen die Hersteller um sich werfen. Apropos Megapixel: Mehr ist nicht gleich besser. Dennoch habe ich mich heute bei meinen Gedankenzügen dabei erwischt, dass ich doch einmal die installierte VSCO App ausprobieren könnte. Lightroom Besitzer werden beim Namen VSCO sicherlich hellhörig, für alle anderen: VSCO bietet Presets von „alten“ Filmen an. Sprich mit den Presets kommt man den original Filmrollen für Analogkameras recht nahe. VSCO bietet auch eine App an mit der man Bilder fotografieren und gleichzeitig mit einigen Bildlooks versehen kann. Nur Gott verdammt nochmal wieso bin ich kein Fotojunkie wie alle anderen Instagrammer und Facebooker da draußen?

Ich halte also mein Handy auf das zu fotografierende Motiv und erwische mich dabei, wie ich mich frage wo denn die Abblendtaste ist. Wo zum Henker ist denn die Taste für den Weißabgleich, für die Blendenvorwahl oder die Zeitvorwahl. Traurig stelle ich fest, da gibt es nichts was ich drücken kann. Nichtmal zum Auslösen. Ich drücke also auf mein Display und schaue wehmütig dem Bildprozessor zu, wie er das Bild verarbeitet verunstaltet.

Ist es nun eine der vielen Fotografenkrankheiten, wenn ich ein Gerät in der Hand halte und die wichtigsten Funktionen vermisse? Was würde wohl ein preisgekrönter Modelfotograf für Bilder mit einer Handykamera machen, so einer wie Karl Lagerfeld zum Beispiel?

Für alle Instagrammer und Facebook Nerds, die dennoch eine besondere App haben wollen:

VSCO Cam gibt es auf der folgenden Webseite für iOS und Android: http://vsco.co/vscocam

Yongnuo YN560-TX

Yongnuo, die bekannte Marke für Low Cost Blitze (sowohl TTL als auch non-TTL) hat vor kurzem den Funkauslöser YN560-TX vorgestellt. Endlich hat das Warten ein Ende, endlich kann ich meine manuellen Blitze auch von der Kamera aus steuern. Ich werde versuchen, ein Testexemplar zu erhalten und ausführlich davon beruichten.

Die Dinger werden sicherlich meine YN622N überflüssig machen, aber dann habe ich Blitze mit integriertem Auslöser und kann über den Funkauslöser sogar noch die Leistung und Zoomstellung kontrollieren. TTL ade?

Hier geht’s zur Webseite

Transcend WiFi SD und die Macken von Speicherkarten

Einige von euch nutzen sicherlich die hochmodernen Wifi-SD Karten, also jene mit eingebauter WLAN Fähigkeit. Eine von denen besitze ich: Die Transcend WiFi SD Card mit 36 GB Fassungsvermögen. In diesem Beitrag soll es um die Pros und Contras dieser Karte gehen, welche Macken ich mit ihr schon erlebt habe und welche nützlichen Apps es gibt (oder eben fehlen). Die Wifi Karte ist eine wunderbare Erfindung für Thethered Shootings mit Models oder aber auch in allen anderen Bereichen der Fotografie. Bild knipsen und gleich die Schärfe und Farben (bedingt) kontrollieren können, davon hätten Analog-Fotografen nur träumen können. Jedenfalls bietet die Karte eine Fülle an neuen Möglichkeiten, ich benutze sie recht häufig wenn ich unterwegs bin und möchte sie nicht mehr missen. Neulich aber wollte ich nach langer Fotoabstinenz wieder mit der Karte unten am Rhein fotografieren, nach den ersten Bildern meldete der Bildschirm meiner D7000 dass die Karte fehlerhaft ist. Nun gut dachte ich mir, vielleicht begegne ich doch eines Tages den berühmten „Speicherkartenblackouts“. Ich formatierte die Karte noch vor Ort in der Kamera und hoffte, es hätte sich erübrigt. Nichts da, nada! Schreibfehler, Error 404, Service temporary unavailable – whatever.

 Irgendeine dämliche Fehlermeldung brachte mich kurz davor, die Karte schnurstracks in den Rhein zu werfen. Scheiss auf die 60€.

Nun, das war wie geschrieben vor einiger Zeit. Nun hat mich aber die Vernunft überkommen und ich habe die Karte nicht weggeworfen (Himmel sei Dank!). Gestern nahm ich sie also wieder in die Hand und dachte mir, vielleicht liegt es ja auch nur an der Firmware. Immerhin war dort Linux drauf und die „kurzen“ Updatezyklen auf der Webseite vom Hersteller machten mich etwas nachdenklich. Gut, dann also einfach nochmal mit Windows 7 formatieren und schauen ob es vielleicht nur an meiner Kamera lag. Minuten später, wieder Fehlermeldung. Also dann eben nicht. Lassen wir das Firmware-Update drauf und schauen, was dann passiert. Nach gefühlten 100 mal Karte rein – Karte raus – Karte rein…. hatte ich endlich das Update eingespielt – dachte ich – 99% … 100% … Checking Firmware bla bla bla … Update failed. Grr, das kann doch nicht wahr sein. Kann dieses Updateprogramm nicht vorher prüfen, ob die Karte in Ordnung ist? Gut also dann eben nochmal von vorne, immerhin ließ sich die Firmware auf die Karte spielen, beschreibbar ist sie also wieder. Das Ende vom Lied war also: Erst nach dem 4. Versuch ließ sich die Firmware aufspielen und seit dem schnurrt die Wifi Karte wie ein Kätzchen vor sich hin (gut, sie macht eigentlich keine Geräusche). Fazit: Wenn eure Wifi Karte (meine ist von Transcend) nicht funktionieren sollte – weder beschreibbar noch irgend eine Wifi Funktionalität klappt

  • Karte formatieren und / oder
  • Updates prüfen und ggf. installieren

Wenn euer Firmwareupdate fehlschlägt

  • formatieren und/oder
  • Updateprogramm ggf. mehrmals drüber laufen lassen

Meine Vermutung ist, dass evtl einige Sektoren auf dem Flashspeicher nicht mehr sauber ticken und daher mittels Formatierung alles wieder gerade gerückt wird. Diese Behauptung ist ohne jegliche Beweisgrundlage, eben nur eine Vermutung. Habt ihr auch schon mal Probleme mit eurer Wifi SD Karte gehabt? Eye-Fi, Toshiba Flash Air? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.