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Lightroom Presets – Welche sind sinnvoll?

Ich bin absoluter Lightroom (LR) Fan. Egal wie langsam die Software ist oder auch sein wird, ich bleibe bei Lightroom. Adobe hat mit LR definitiv ein Produkt auf den Markt gebracht, dass Katalogisierung und Bildbearbeitung in einem Tool vereint, für 200% der Anwender absolut intuitiv zu bedienen ist und mit den Modulen Bibliothek, Entwickeln, Diashow, Druck und Web alles klar getrennt ist.

Wenn ich aber mehrere hundert Bilder mit einem bestimmten Stil bearbeiten möchte, nutze ich definitiv Presets. Lightroom nennt es Vorgaben auf Deutsch, bekanntlicher weise sind die USA wesentlich größer (oder der englischsprachige Raum) und daher findet man mit dem Begriff Lightroom Presets wesentlich mehr Ergebnisse als mit Lightroom Vorgaben.

Heute also ein paar Worte dazu, welche Presetsysteme ich nutze und warum ich sie nutze.

  • SLR Lounge

    Die Jungs und Mädels von SLR Lounge machen aus meiner Sicht eine großartige Arbeit. Alle ihre Artikel drehen sich um Fotografie, den SLR Lounge Presets und das Beste: Workshops im Videoformat gibt es dort auch.

    Ich möchte aber heute über das SLR Lounge Preset System schreiben. Ich schreibe bewusst System, weil mir zumindest kein anderer „Hersteller“ bekannt ist, der die Presets so durchdacht verkauft. Zwar sind wir mit der aktuellen Version 6 bei $149 angelangt aber das System hat es definitiv in sich. Für jede Gruppe im Reiter „Entwickeln“ haben die Leute von SLR Lounge eigene Presets gebastelt. Was bedeutet das für den ambitionierten Fotografen?

    Ich kann also diverse Presets aus dem Block Grundeinstellugen mit diversen Presets aus dem Block Gradationskurven kombinieren. Das System ist wunderbar durchdacht und ich kann in jedem Block ein „Reset“-Preset anwenden, dass mir die Einstellungen aus dem entsprechenden Block wieder zurück setzt.

    Neu in der V6 ist die komplett überarbeitete Logik. Wir bauen unsere Bilder auf Basis des FSB Workflows in einer Grundstimmung auf und fahren dann mit ACS weiter fort. F(oundation) bildet die Grundlage des Importlooks. S(tylization) wendet einen bestimmten Bildstil an und mit B(ase Tones) fügen wir unseren Bildern bestimmte Farbkorrekturen hinzu. So einfach kann ein Preset System sein. Mit Adjustments (A), Curves (C) and Special Effects (S) werden dann weitere Feinheiten angewendet wenn man möchte.

    Natürlich kann man am Ende der Bildbearbeitung seinen Look als eigenen Preset speichern und ihn entsprechend mit einem Klick auf sämtliche anderen Bilder anwenden, dadurch geht aber die Logik kaputt, dass man einzelne Schritte rückgängig machen kann bzw. man an wesentlich mehr Punkten die Hand anfassen muss.

    Wer sich also für das SLR Lounge Preset System interessiert, klickt hier auf den Link.

    Hier mal ein Vorher / Nachher Vergleich mit folgenden Einstellungen:

    10e. Soft B&W
    47. Brighten – Heavy (+30, +60)
    61a. Noise Reduction ISO 400
    71e. Vignette – Medium
    33. Contrast Fade – Medium

  • VSCO Presets

    Die Damen und Herren von VSCO sind mittlerweile keine unbekannten mehr in der Lightroom und Photoshop Welt. VSCO simuliert sämtliche analogen Filme nach und kommt sogar mit eigenen Kameraprofilen (ihr wisst schon, das da unten bei Lightroom wo Adobe Standard oder Adobe Landscape ausgewählt werden kann) daher.

    Mittlerweile gibt es 5 Preset Paket und jedes von ihnen kostet $119, stolzer Preis für ein Paket. Mich wundert es sowieso, weshalb es noch keine Bundles gibt. Dennoch kann ich mit gutem Gewissen sagen (ich habe die Pakete 1,2 und 4), es lohnt sich wenn man denn bereit ist auch Zeit in das Feintuning der Bilder zu investieren. Leider sind die Presets alles „Ein-Klick-Presets“, heißt, einzelne Blöcke (Gradationskurven z.B) ausschließen muss dann manuell erfolgen.

    Original vs. VSCO Preset Kodak Portra 400 VC

    Hier findet ihr die VSCO Presets

  • CANDI Style Presets von Carmen und Ingo

    Auch bei den wohl bekanntesten Hochzeitsfotografen im süddeutschen Raum Carmen und Ingo finden sich ein paar Presets. Leider oder Gott sei Dank habe ich die Presets etwas später entdeckt, das ein oder andere Schätzchen darin enthalten. Wie bei VSCO handelt es sich um „Ein-Klick-Presets“, die hier und da nachträglich noch angepasst werden müssen. Tut aber nichts zur Sache, denn die beiden bieten noch ein kostenloses „Tutorial“ in Videoform an, wie und warum sie die Bilder bearbeiten. Das tolle sind aber auch die sogenannten Print-Presets die man im Drucken-Modul verwendet. Als Lightroom-Killertipp noch von mir: Wenn ihr Collagen fürs Web erstellen wollt, macht es mit Lightroom und exportiert sie dann fürs Web. Wesentlich besser als mit Photoshop. Klicken lohnt sich!

 

Als letztes noch vielleicht die Info für alle da draußen, warum ich Presets nutze. Presets sind nicht das Allheilmittel für gute Fotos, bei einigen Hundert Bildern, die man mittlerweile aus dem Urlaub mitbringt, sind sie aber in meinen Augen unverzichtbar. Wer seinen Workflow verbessern will, kommt um Presets nicht herum. Wer seinen Workflow mit leicht veränderbaren Presets nutzen will, sollte zu SLR Lounge gehen.

Ich werde für nichts bezahlt und ich bekomme auch keine sonstigen Boni, doch in meinen Augen ist das System wirklich gut durchdacht und ich habe sehr lange gezögert, bis ich die Entscheidung traf, es zu kaufen. Als Kunde der SLR Presets komme ich lediglich in den Genuss die 6. Version der Presets kostenlos zu erhalten,  wenn ich ein kleines Testimonial loswerde. Ich dachte mir aber ich packe da alle meine genutzten Presets rein. In einen Artikel. So ist es allen fair gegenüber.

5 Antworten
    • Patrick
      Patrick says:

      Liebe Anna, das ist mal ein wirklich toller Hinweis. Vielen lieben Dank. Ich schaue mir das mal an und berichte, sofern ich es berichtenswert finde 😉

      Antworten

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